frühe 50er Jahre
Der Ursprung der elmi liegt in den frühen 50er Jahr-
en. In dieser Zeit wurden unter der damaligen sozia-
listischen Führung mehrere kleine Handwerksbetrie-
be des Nahrungsmittelhandwerks zur "elmi" Erfurter
Lebensmittelindustrie zusammengeführt. So gab es
damals neben Backwaren auch die Bereiche Wein,
Schnapsbrennerei sowie Käserei.
1955
1955 wurde mit dem Bau des Produktionsgebäudes
in der Arndtstraße begonnen, so dass nach zügiger
Bauzeit schon 1960 produziert werden konnte. Die
elmi spezialisierte sich auf das Original "elmi
Schittchen", welches hier seinen Anfang nahm.
Der VEB elmi hatte zu Spitzenzeiten 400 Beschäftigte
und die Produkte fanden über die damaligen Absatz-
märkte HO und Konsum den Weg zum Kunden.
Geliefert wurde thüringenweit.
1989
Im Jahre der Wende 1989 wurde der Betrieb unter
der Leitung der Treuhand weitergeführt.
In dieser Zeit gestaltete sich der Absatz der Pro-
duktion täglich schlechter, da die Kunden beim
Einkauf in erster Linie "Westprodukte" bevorzugten,
die aufgrund ihrer auffälligen Verpackung reißen-
den Absatz fanden. Die elmi Produkte hingegen
qualitativ gut, jedoch unattraktiv verpackt wurden zu
Ladenhütern. Die Pizza- und Eisproduktion wurde
geschlossen, dafür wurden ab sofort Brot und
Brötchen in das Sortiment aufgenommen. Verkauft
wurde über mobile Verkaufswagen, auf Wochen-
märkten und an Straßenbahnhaltestellen.
1990
Die ersten Filialen wurden in den Jahren 1990 und
1991 angemietet.
1991
Im Oktober 1991 wurde der Betrieb von den Herren
Helmut Nimtz und Reinhold Siegers privatisiert.
Es wurden 90 Vollzeitkräfte sowie 13 Auszubildende
übernommen.
1993
In dieser Sturm- und Drangzeit wurde expandiert,
so dass die elmi über 40 Filialen thüringenweit
verfügte. Die Wirtschaftlichkeit des Produktionsbe-
triebes in der Arndtstraße war trotz dieser immen-
sen Absatzmenge nicht gegeben. Hinzu kamen
Probleme mit dem Amt für Lebensmittelüberwachung
sowie die Planung der Landesregierung, auf dem
elmi-Gelände das Regierungsviertel anzusiedeln.
Somit musste die Produktion geschlossen werden.
Die Belieferung der Filialen findet seitdem über
Kooperationspartner in Arnstadt, Weimar und Son-
dershausen statt.
1994
Im Jahre 1994 wurden alle unwirtschaftlichen
Filialen geschlossen bzw. verkauft, so dass
eine wirtschaftlich sinnvolle Ökonomie seit die-
sem Zeitpunkt gegeben ist.